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MATERIALIEN

Materialien


Bereits seit einigen Jahren achten wir auf eine Textilproduktion unter Einhaltung festgelegter Standards und erweitern unsere Kollektionen kontinuierlich mit Artikeln aus Fasern auf Basis recycelter und nachwachsender Materialien.

Recyceltes Polyester

Polyester zählt zu den weltweit meistverwendeten Materialien in der Bekleidungsindustrie und ist die global gebräuchlichste Kunststoffart. Allerdings wird Polyethylenterephthalat (kurz PET) – so der fachliche Name des Polyesters – aus Erdöl gewonnen.


Mit dem Einsatz von recyceltem, also wiederverwendetem Polyester, wird der Einsatz von Kunststoff nicht vollständig vermieden, jedoch trägt er dazu bei, bereits vorhandene Rohstoffe erneut zu nutzen. Unser Fokus liegt daher auf der vermehrten Nutzung von recycelten Polyesterfasern.


Von der Plastikflasche zur Bekleidung

Die Herstellung der recycelten Polyesterfaser erfolgt in vier Schritten. Nach dem Zerstoßen der Plastikflaschen werden diese zu Pellets geformt, danach eingeschmolzen und schließlich zu einem fertigen Garn versponnen. Aus diesem entstehen unter anderem neue Kleidungsstücke. Die Faser findet auch bei unseren Artikeln ihren Einsatz. Eine andere Möglichkeit, neue Recyclingfasern zu erzeugen, ist die Weiterverwertung von Altkleidern und/oder Textilverschnitt. In ihre Grundbestandteile zerlegt, wird aus ihnen dann ein neuer Rohstoff hervorgebracht.

Gibt es einen nennenswerten Unterschied zwischen neu produziertem und recyceltem Polyester?

Der wesentliche Unterschied liegt tatsächlich darin, dass bei recyceltem Polyester bereits vorhandene Kunststoffmaterialien erneut genutzt werden.

BIO COTTON

BIO COTTON

 

Wir setzen bereits seit 2018 auf den Einsatz von Bio-Baumwolle.
Bei der Herstellung von Bekleidung gehört die Baumwolle zu den meist verwendeten Materialien. Der hohe Bedarf dieses Rohstoffes führte dazu, dass der Anbau stark ausgeweitet wurde. Auf ökologische Aspekte und umweltschonende Anbaumethoden wird dabei nicht immer angemessen Rücksicht genommen. Um Erträge zu steigern, werden teils Pestizide und Chemikalien eingesetzt sowie große Mengen an Wasser verbraucht. Ein weiteres Problem ist der Anbau in Monokulturen, da diese die Fruchtbarkeit der Böden sehr stark beeinträchtigen können. Diese Form der Landwirtschaft zu reduzieren, ist ein weiteres Ziel im Zusammenhang mit einem bewussteren Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Entscheidung für den Einsatz von Bio-Baumwolle ist für uns ein Bestandteil dieses Ansatzes.

 

Denn, Organic Cotton – so die englische Bezeichnung – wird nach festgelegten biologischen Standards angebaut und kontrolliert zertifiziert. Auf synthetische Pestizide und Dünger sowie Entlaubungsmittel wird dabei verzichtet, ebenso wie auf gentechnisch modifiziertes Saatgut. Gleichzeitig gelten hinsichtlich des Wasserverbrauchs spezielle Vorgaben, die den Einsatz von künstlicher Bewässerung reduzieren sollen*.

*Dies ist unter anderem von der Anbauregion, den klimatischen Bedingungen und den jeweiligen Anbaumethoden abhängig.

 

Gibt es einen Unterschied hinsichtlich Optik und Tragekomfort zwischen der ökologischen und der herkömmlichen Variante?


NEIN! In der Qualität sowie beim Tragekomfort bestehen keine wesentlichen Unterschiede. Jedoch wird Bio-Baumwolle ohne synthetische Pestizide und Dünger sowie ohne gentechnisch verändertes Saatgut angebaut.

LENZINGTM ECOVERO™ Viskose

 

LENZINGTM ECOVERO™ Fasern werden aus dem natürlichen Rohstoff Holz gewonnen. Im Vergleich zu generischer Viskose fallen bei der Herstellung 50 % weniger CO2- Emissionen sowie ein um die Hälfte reduzierter Wasserverbrauch an.*


*Ergebnisse basieren auf LCA Standards (ISO 14040/44) und sind über Higg MSI Version 3.9.1 (Dezember 2024) verfügbar. 

 

- LENZING™ ECOVERO™ Fasern werden aus zertifizierten oder kontrollierten Holzquellen gewonnen
- LENZING™ ECOVERO™ Fasern sind mit dem EU Ecolabel für Textilprodukte zertifiziert, das bestimmte Umweltkriterien* berücksichtigt.


*EU-Umweltzeichen für Textilprodukte (Lizenznr. AT/016/001)
 
LENZING™ und ECOVERO™ sind Marken der Lenzing AG.

TENCEL™ Lyocell

 

TENCEL™ Lyocellfasern werden aus dem natürlichen Rohstoff Holz gewonnen und fühlen sich von Natur aus weich und geschmeidig an. Die Fasern werden in einem ressourcenschonenden, geschlossenen Produktionsprozess hergestellt*
*Die Berechnung berücksichtigt die Lösungsmittelrückgewinnung
 
- TENCEL™ Lyocellfasern werden im Vergleich zu generischen Lyocellfasern mit mindestens 50 % weniger CO2-Emissionen und Wasserverbrauch hergestellt*
*Ergebnisse basieren auf LCA-Standards (ISO 14040/44) und sind über Higg MSI (Version 3.8) verfügbar
 
-  TENCEL™ Lyocellfasern sind mit dem EU Ecolabel zertifiziert*
*EU-Umweltzeichen für Textilprodukte (Lizenznr. AT/016/001)
 
TENCEL ist eine Marke der Lenzing AG.

OEKO-TEX® STANDARD 100

 

Das OEKO-Tex® STANDARD 100 Schadstoffsiegel ist ein weltweit einheitliches Prüf- und Zertifizierungssystem für Textilien, das ausschließlich Produkte kennzeichnet, die auf gesetzlich verbotene und geregelte Substanzen geprüft und als gesundheitlich unbedenklich eingestuft sind. Dabei müssen sämtliche Bestandteile, vom Stoff über Nähgarn, Knöpfe bis hin zu Drucken und Applikationen die Prüfkriterien einer Liste von über 1.000 Schadstoffen erfüllen. Mit jahrzehntelanger Erfahrung trägt das OEKO-Tex® STANDARD 100 Zertifikat zur Produktsicherheit bei, mit dem Ziel der Reduzierung unerwünschter Schadstoffe.
 
Wer kontrolliert die Einhaltung der Standards?
Unabhängige und autorisierte Textilforschungs- und Prüfinstitute untersuchen und beurteilen die Umsetzung entsprechend der OEKO-TEX® Richtlinien. Nur, wenn diese erfüllt sind, vergeben sie schließlich die Zertifikate. 

DROPTIMA®

 

Mit der Aufnahme von Jeans, die mit dem neuen DROPTIMA® Veredlungsverfahren bearbeitet werden, erweitern wir unser nachhaltiges Sortiment. …und das, ohne Kompromisse bezüglich der modischen Wascheffekte einzugehen. Im Gegenteil, es ist sogar gelungen neue Optiken zu erzeugen – von clean bis auffällig ist alles möglich.

Bei der in Deutschland entwickelten abwasserfreien DROPTIMA®- Waschtechnologie für Denim hat umweltbewusstes Handeln absolute Priorität, indem auf ein innovatives Wasser-Recycling-System gesetzt wird.

 

 

So gelingt es im Vergleich zu bisherigen industriellen Standards erhebliche Ressourcen einzusparen:

- Immense Reduktion des Frischwasserbedarfs (statt weit über 60 Liter pro Jeans nur noch 10 Liter, davon fast die Hälfte recyceltes Abwasser)
- Komplette Aufbereitung und Wiederverwendung von Frischwasser, wodurch schädliches Abwasser gänzlich vermieden wird
- Reduzierung von Chemikalien und Energiebedarf durch Prozessoptimierung
- Nutzung von Sonnenenergie über Photovoltaik

 

Insgesamt können bis zu 90 % der Ressourcen (Wasser, Energie und auch Chemikalien) sowie schädliches Abwasser eingespart werden!

 

https://droptima.eco/

EcoWash

 

EcoWash kennzeichnet einen Herstellungsprozess von Denim, der möglichst wenig negative Auswirkungen (= englisch: low impact) auf die Umwelt hat und gleichzeitig beträchtliche Mengen an Wasser und Energie einspart. Bei der Fertigung von Jeans werden in der Regel viel Wasser, Energie und Textilhilfsmittel verbraucht, was in punkto Nachhaltigkeit stark von Nachteil ist. Jedoch haben sich mittlerweile einige Lieferanten darauf spezialisiert umweltfreundlicher sowie Ressourcen schonender zu produzieren. Dabei werden der Prozess der Fertigteilveredlung sowie die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Umwelt genau unter die Lupe genommen. Es erfolgt hierbei eine Kontrolle des Wasser-, Energie – und Chemikalienverbrauchs, ebenso wie der Effekte auf die Gesundheit der Arbeiter. Dies geschieht mit Hilfe einer Software (Environmental Impact Measurement – kurz EIM)*¹ der Firma Jeanologia™*², die all diese Daten genau analysiert und auswertet. So wird schnell ersichtlich ob Handlungsbedarf besteht, um die negativen Auswirkungen der Denimproduktion auf die Umwelt zu reduzieren.

 

*¹ EIM ist derzeit die einzige Umweltverträglichkeitssoftware, um die Auswirkungen der Bekleidungsproduktion auf die Umwelt zu ermitteln.

 

*² Das Unternehmen Jeanologia™ weist bereits eine mehr als 20-jährige Erfahrung auf dem Gebiet der Entwicklung von Technologien vor, die nachhaltiger und öko-effizienter produzieren.

 

Woran erkennt man diese Produkte im Geschäft?
Am EcoWash - Label und dem JEANS FRITZ Hangtag „Gemeinsam für die Umwelt“.

Sandstrahlen

 

Ein weiteres wesentliches Thema bei der Produktion von Jeans, genauer bei der Erzeugung der angesagten Used-Optik, ist das Sandstrahlen. Diese herkömmliche Technik wird auch heute noch angewendet. Zwar ist der eingesetzte Sand recycelt, jedoch besteht bei diesem Verfahren für die Menschen, die damit arbeiten, das Risiko gesundheitlicher Schäden. Für uns Grund genug diese Methode bei unseren Lieferanten vertraglich zu verbieten und dies auch zum festen Bestandteil der Geschäftsbedingungen zu machen.

 

Wie werden stattdessen die Used-Effekte auf den Jeans erzielt, wenn nicht durch Sandstrahlen?

Alternativ zu dieser aggressiven Methode gibt es diverse Möglichkeiten, um die gewünschten Effekte zu erreichen. Neben dem Schmirgeln, Rauen und Bürsten stellt auch die Lasertechnik eine oft angewandte Behandlungsweise dar. 

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